Boris Moshkovits

Listenplatz 27

Über mich

Liebe Gemeindemitglieder,

wie viele von Ihnen stamme ich aus der ehemaligen Sowjetunion und habe erst in Berlin zu meinem Judentum gefunden. Dieser Gemeinde verdanke ich meine jüdische Identität. Ich stelle mich zur Wahl, denn ich möchte sicherstellen, dass diese Gemeinde Menschen jeden Alters, sowohl Alteingesessenen als auch allen Neuzugezogenen, „Jiddischkeit“ vermittelt, egal welcher Synagoge wir angehören.

1972 wurde ich in Odessa geboren. Dank meiner Eltern bin ich bereits seit 1974 in Berlin und Mitglied der Gemeinde. Schon als Teenager habe ich aktiv das Gemeindeleben mitgestaltet, fast zehn Jahre war ich als Madrich im Jugendzentrum und auch auf Machanot der ZWST tätig. Während meines Studiums der Kulturwissenschaften war ich dann Mitglied des Kulturausschusses. Später war ich lange als Redakteur in Mailand, New York und Moskau tätig, wo ich verschiedene Gemeinden kennengelernt habe – bunt, voller Leben, aber vor allem mit Menschen, die einander geachtet haben. In Moskau habe ich als Gründungsdirektor das Russisch-Jüdische Museum und Zentrum für Toleranz auf den Weg gebracht, was neben internationalen Preisen vor allem den Respekt der Öffentlichkeit weltweit für sich gewinnen konnte. Nach Moskau habe ich an der Universität der Künste in Berlin und der Universität St. Gallen den Master in Leadership in Digitaler Kommunikation erworben und danach als Leiter für digitale Medien bei Ringier Deutschland für die Magazine Cicero und Monopol gearbeitet.

Heute lebe ich als freier Unternehmensberater und Verleger mit meiner Frau im Prenzlauer Berg. Als Beter besuchen wir verschiedene Synagogen, um die Vielfalt jüdischen Lebens in Berlin immer wieder aufs Neue zu erfahren.

Ich möchte mit meiner internationalen Expertise unsere Gemeinde wieder zu dem Zuhause machen, auf das wir stolz sein können. Denn derzeit fällt es mir hinsichtlich der unsäglichen Gerüchte und Streitereien in unserer „Einheitsgemeinde“ schwer, nachzuvollziehen, was wahr und was unwahr ist. Für alle, die Teil einer offenen und demokratischen jüdischen Gemeinschaft sein wollen, treten wir zur Wahl als Gruppierung EMET an! Wir bauen auf eine plurale Gemeinde, die jüdisches Leben in allen Teilen dieser Stadt fördert. Wir wollen eine Stimme sein, die auch über Berlin hinaus gehört wird. Deshalb trete ich an für Transparenz und Wahrheit – EMET!

EMET, es gibt nur eine Wahrheit!