Levi Salomon

Listenplatz 34

Über mich

In den Jahren 2008 bis 2011 war ich der erste Beauftragte gegen Antisemitismus in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Zusammen mit Lala Süsskind gründete ich 2008 das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus. Frau Süsskind ist zur Zeit Vorsitzende dieses Forums und ich bin dessen Sprecher und Koordinator. Den Antisemitismus in der Gesellschaft zu bekämpfen und den Opfern antisemitischer Vorfälle zu helfen, das ist Grundlage meiner Arbeit und das, was mir am Herzen liegt.

Das Forum verfolgt seine Ziele durch Bildungs-, Öffentlichkeits- und Kulturarbeit, wie beispielsweise die Organisation von Vortragsreihen und Konferenzen, die Herausgabe von Resolutionen und Publikationen, sowie das Erstellen von Dokumentationen. Grundlage dafür ist ein tägliches Monitoring zu antisemitischen und rassistischen Vorfällen. Ich beobachte oft erschüttert, wie jede Verschärfung der Lage im Nahen Osten mit einer Zunahme antisemitischer Vorfälle einhergeht: auf der Straße, in den Sozialen Medien und auf Kundgebungen. Da werden Synagogen beschädigt, Denkmäler geschändet und es kommt zu tätlichen Übergriffen gegenüber Juden und Israelis. „Hamas, Hamas, Juden ins Gas“, „Tod, Tod Israel“ „Kindermörder Israel“, „Jude, Jude, feiges Schwein, komm herüber, kämpf’ allein!“ oder auch „Intifada bis zum Sieg!“ ist auf Demonstrationen zu hören. Eine Querfront aus Islamist*Innen, Neonazis und einigen Vertreter*Innen der Linken findet sich im Engagement gegen Israel zusammen.

Die Bundesrepublik hat sich nach der Shoa auferlegt, jüdische Mitbürger*innen zu schützen und jede Form des Antisemitismus zu bekämpfen. Leider scheint es nötig, dass wir stärker Eigeninitiative zu unserem Schutz entwickeln.

Auch die Jüdische Gemeinde zu Berlin sollte ihr Engagement in diesem Bereich intensivieren, den Staat Israel aktiver unterstützen und dem wachsenden Antisemitismus in unserer Gesellschaft verstärkt gegenübertreten. Ich sehe meine Aufgabe in der Bekämpfung von Antisemitismus und in der Betreuung der Opfer antisemitischer Vorfälle. Ich bitte dabei um Ihr Vertrauen!

EMET, es gibt nur eine Wahrheit!